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Die Situation von Ambystoma dumerilii im Pátzcuaro See

Seit Jahrhunderten hat der endemische Ambystoma dumerilii aus dem Pátzcuaro See eine kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung, ist er doch ein fester Bestandteil in der Heilkunde und auf dem Speiseplan der dortigen Bevölkerung. Mit Stellnetzen und riesigen Schmetterlingsnetzen holte man mehreren Tonnen jährlich aus dem flachen See.

Erst in letzten 30 Jahren sind die Bestände zusammengebrochen und der Achoque kann nicht mehr auf dem Fischmarkt angeboten werden. Nicht nur die Überfischung, sondern auch die Einleitung ungeklärter Abwässer aus den umliegenden Städten in den abflusslosen See und der Besatz mit Tilapia aus dem Nil, die das ökologische Gleichgewicht stören, trugen seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts zum Verschwinden des Ambystoma dumerilii bei (Pérez-Saldaña  et al 2006). 

Dr. Gerardo Guerra Mayaudon von der Universidad Iztapalapa erkannte Glücklicherweise 1985 die aussichtslose Situation und gründete in Zusammenarbeit mit dem Dominikanerkloster Pátzcuaro die Nachzuchtstation „Jimbani Erandi“. Dort werden seitdem unter der Leitung von Schwester Maria del Carmen Pérez und Schwester Ofelia Morales kontinuierlich und in großer Stückzahl Ambystoma dumerilii vermehrt. Diese beiden Ordensschwestern haben es sich zur Aufgabe gemacht, professionelle Teams in der Klostergemeinschaft zu bilden, um den Fortbestand des Projekts abzusichern und durch die akribische Dokumentation der Zucht und Haltungsdaten zur Erforschung des Ambystoma dumerilii beizutragen.

Ihr größter Erfolg ist die 2009 gegründete private Zuchtstation “Jimbani Tzipekua” auf der Insel Janitzio im Pátzcuaro See. Dort werden unter der Leitung von Maria Victoria Gabriel Vargas, ihrer Tochter Karen und ihrer Nichte Paola Silvestre, ebenfalls unter künstlichen Bedingungen Ambystoma dumerilii zur Zucht gebracht. Diese Zuchtstation ist öffentlich und wird regelmäßig von Schulklassen und Touristengruppen besucht, die dort mehr zur Ökologie und zur Biologie des Achoque erfahren. Nicht zuletzt haben diese beiden, aber auch andere Erhaltungszuchtstationen, rund um den See dafür gesorgt, dass Ambystoma dumerilii vorerst nicht aussterben wird.

 


 

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